Mit Alles und Scharf

Tiefenschärfe Beispiel

Beispiele für Schärfentiefe

Hallo Zusammen, mein Name ist Michael und ich bin ein Aperture Junky. Angefangen hat es mit einfachen Offenblenden 3.5,  bis ich zum härteren Stoff mit bis zu f1.8 gewechselt habe. Seit einer Woche bin ich clean und habe nichts mehr unter 4.0 geschossen. Wisst ihr von was ich hier spreche? Die wunderbaren Effekte, welche man von Profis und Titelseiten kennt? Aber natürlich wisst Ihr von was ich spreche, der verschwommene Hintergrund mit einem absolut scharfen Objekt im Vordergrund, dem Background-Blur mit dem sogenannten Bokeh, dass Lichtquellen zu kleinen verschwommenen Kreisen macht. Willkommen in der Welt eines Aperture Junkies der sich zu bessern versucht.

Sobald man mal ein Objektiv mit weit offener Blende in der Hand hatte, ist man abhängig. Süchtig nach Bokeh und dem Abheben des eigentlichen Motives vom Hintergrund. Dabei verpasst man einige gestalterische Möglichkeiten und rennt auch in gewisse Probleme, welche einem den letzten Nerv kosten können. Gestaltung und Komposition leben vom Dialog des Zielobjekts mit dem passenden Hintergrund, doch wo bleibt diese Verbindung wenn man auf keinen Fall erkennen kann was im Hintergrund ist? Ohne es zu merken werden Bilder Flach und verlieren die Spannung für unser Auge. Den auch wenn man das Hauptobjekt gerne so weit wie Möglich in den Vordergrund stellen möchte, so lebt das gesammte Bild doch auch vom drumherum.

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Upgrade

 

 

Canon 5D MKII
Canon 5D MKII / 24-70mm 2.8L

Geburtstage sind da um zu schenken und wenn es auch „nur“ ein Geschenk an sich selbst ist, oder auch einfach eine Ausrede um sich einen lang ersehnten Traum zu erfüllen.

Ich konnte einfach nicht mehr länger warten und habe mir darum die Canon 5D MK2 zugelegt, zugegeben, Budget-technisch sicherlich nicht gerade eine kleine Investition, aber ich feiere zusätzlich auch einen neuen Job den ich am 2. Mai antreten werde und da habe ich die Bedenken einfach mal zurückgestellt. Wenn das gute Stück auch wieder 6 Jahre hält finde ich das Geld recht gut angelegt.

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Downgrade

Canon AE1-P

Canon AE1-P 1984

Kaufen, komm schon kauf es dir! Man hab dich nicht so, man gönnt sich doch sonst Nichts! Kennt ihr diesen kleinen Mann im Ohr der euch ständig zuflüstert ihr sollt aufhören zu sparen und euch endlich mal etwas gönnen? Wenn man ihn eine Weile ignoriert wird er unglücklicherweise lauter “MACH Vorwärts, ich brauch mal wieder etwas Neues!” Naja was soll ich sagen, der einzige weg diese Stimme zu beruhigen ist sich mal wieder eine kleine Freude zu machen.
Beim rumschmöckern auf Ricardo habe ich ein interessantes Inserat gefunden über einen “Dachbodenfund”, einziger Hinweis war ein Bild mit einigen Analogen Kameras und einer Menge Zubehör. Mein Adlerauge hat auf dem Bild umgehen eine alte Canon Spiegelreflex erkannt. Aus reinem Jux habe ich angefangen mit zu bieten und innert zwei Tagen konnte ich mich stolzer Besitzer dieser Wundertüte nennen. Als das Paket ankam habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich neben der Canon AE1-P von 1984 (anhand Serienummer) noch eine Minolta I7000 und jede Menge Pentax Zubehör ausgepackt habe.

Die Innereien der AE1 waren in einem super Zustand, was man vom äusseren nicht behaupten kann. Millimeter dick Staub und andere Ablagerungen, fehlende Schrauben und der Gehäuseboden ist mir regelrecht in die Hand gefallen. Ein Sack voll Wattestäbchen, eine halbe Rolle Küchenpapier und Sipuro Cuisine haben ihren Dienst getan und das schöne Gerät wieder in einen Zustand versetzt wo man sich auch wieder traut es anzufassen. Nach dem ich etwa weitere 2h damit verbracht habe alte org. Bedienungsanleitungen zu suchen und sogar noch einen 2 Jahre abgelaufenen Film gefunden habe konnte ich das erste mal das Wunder der Analogfotographie geniessen.

Handhabung:

Microprisma focusing

Microprisma focusing

Alles klar, klick! Und vielleicht noch Eines klick! Naja aus diesem Winkel auch noch Eines klick! Aja und hochkant nicht vergessen klick!

Habt ihr euch wieder erkannt? So macht man es nähmlich gerne in der Welt von 8 und mehr GB Speicherkarten, warum nicht einfach ein paar zur Sicherheit, man kann sie ja immer wieder löschen. So läuft das jetzt nicht mehr. Jedes geschossene Foto ist nicht nur eines weniger verfügbar auf dem Film sondern auch pures Geld für die Entwicklung. Kein Autofokus, das erste Hinderniss an welches man sich gewöhnen muss. Jedoch hat sich Canon da etwas wirklich gutes einfallen lassen und mit dem Mikroprisma Viewfinder ist man wirklich schnell in der Lage die Schärfe richtig zu setzen. Man schiebt einfach die beiden Kreishälften übereinander und kann sich sicher sein den perfekten Fokus zu haben. Die AE1-P war auch die erste in Serie hergestellte Kamera mit einer Art Programm-Automatik, welche einem die Blendenwahl und Verschlusszeit abnimmt. Jedoch macht es auf jeden Fall mehr spass wenn man sich der Sache selbst annimmt. Als Referenz benütze ich die Daten von Kodak Farbwelt 200 Filmen welche man HIER nachlesen kann.

Etwas das ich einfach extrem vermisse ist die Vorschau der Bilder, ich ertappe mich ständig dabei eines zu knipsen und dann hinten auf die Kamera zu linsen. Das einzige was ich da Entdecke sind ein paar Handnotizen zur Belichtung, was ich neben bei echt geil finde mir Zeug hinten auf die Kamera zu schreiben ;-)

Wollt ihr den totalen Nachbarschaftskrieg? Teil2

Fortsetzung von “Wollt ihr den totalen Nachbarschaftskrieg? Teil1

….

03:00, mir platzt der Kragen, alle 15min wird heftig auf den schlecht geräuschisolierten Boden gestampft. Trainer, Pullover, jetzt rollen Köpfe. Mit purem Hass stürme ich aus dem Haus. Es ist nun das dritte mal das wir persönlich für Ordnung sorgen müssen, doch ich muss gestehen, dass ich mich nicht an die Gesichter erinnere. Ich habe sie auch nie nach dem Namen gefragt den unsere erste Interaktion war bereits streithafter Natur. Noch ein bisschen mehr Wut und mir würden Laser aus den Augen schiessen!

Ich hämmere gegen die Tür und bin erstaunt wie laut es durch die eigentlich sehr ruhige Nachbarschaft hallt. Ich sehe und höre Leute hinter dem Guckloch der Tür. Ein weiteres mal hämmere ich gegen die Tür “If you don’t open the f****** door, I WILL!”. Die Türe öffnet sich langsam und ich bin einen Moment etwas verwirrt. Chloe hatte mir die  Beiden beschrieben, doch sie sahen komplett anders aus als ich sie mir in meinem Kopf gebaut hatte. Eine blond, eine gefärbt schwarz, Beide mit gehäkelten Topfwärmer Käppis auf dem Kopf, beide viel jünger als ich angenommen hatte. Der Blick dumm, ja sogar etwas erstaunt als ich mit voller Wucht loslegte. Ich war noch nie so wütend und bisher kam ich niemals in den Genuss diese Wut in Worten in ein Gesicht zu brüllen.

“Moment, you have something in your hair” stoppt mich die Dunkelhaarige und etwas vorgelehnt mit ein paar schwingenden Bewegungen verscheucht sie etwas von meiner rechten Seite. Ich ducke mich vor erstaunen etwas weg und wusste einen Moment nicht was ich sagen sollte bevor ich mich fing und ihr in die Augen blickte. Pupillen so gross wie Teller, und das unter dem vollen Licht der Eingangstür. Ich schaue Ärgernis Nummer zwei an und sehe auch in ihren Augen zwei grosse schwarze Kugeln glänzen. Ich weiss nicht was sie genommen haben, doch es war nicht nur das Gras, welches ich seit der Türöffnung riechen konnte.

Es ist einen Moment ruhig bevor Blondi realisiert was passiert und Blacky an der Schulter zurückzieht, fast schützend hinter sich stellt. Sie spielt auf völlig unschuldig und weiss anscheinend gar nicht was ich meine doch ihr Erinnerungsvermögen erwacht plötzlich aus dem Schlaf als sie sieht wie unglaublich wütend mich dieses Verhalten macht. Die Wende in ihrer Haltung kommt sehr unerwartet als sie plötzlich die Hand ausstreckt und sich entschuldigt, sie verspricht sogar das es ab sofort absolut ruhig ist nach Zehn Uhr Abends. Ich schüttle die klamme Hand und ziehe ab, im Glauben das es vielleicht ja ehrlich gemeint war.

04:00 Wir schlafen ein.

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