Archiv

Artikel Tagged ‘Arbeit’

Wochenende oder auch nicht

28. Juni 2010 2 Kommentare

Der Wecker meines Mobiltelefons weckt mich mit dem üblichen Metalgearsolid piepen und zuerst bin ich mir nicht einmal sicher warum, es ist doch Sonntag. Nach einigen Sekunden der Schlaftrunkenheit fällt es mir wieder ein, die grosse Serverwartung erwartet mich. Langsam aber sicher mache ich mich auf den Weg ins Büro. Das Thermometer zeigt gerade mal 8 Grad an und der leichte Regen lässt mich schaudern, was tu ich mir da wieder an?

Der Zug ist wie zu erwarten an einem regnerischen Sonntagmorgen komplett leer. In Heerbrugg erwartet mich bereits das erste Ärgerniss, der Bahnhofskiosk ist erst ab 7:30 geöffnet und ich komme natürlich genau um 7:15 an, keine Gipfel und kein Sandwich, ein toller Start in den Tag. Im Büro angekommen entscheide ich mich die Jacke erst gar nicht abzulegen, es ist saukalt und ich starte alle Rechner die ich finden kann, vielleicht geben die noch ein bischen Wärme ab doch ehrlich gesagt wage ich das zu bezweifeln, verdammte Stromspar-Prozessoren! Nach zwei Wochen wasche ich endlich mal meine Kaffeetasse und drücke den Knopf um mir etwas des braunen Gold in die Tasse fliessen zu lassen.

Ächzende Geräusche entweichen der Kaffeemaschine in Industrieausführung. Nach ein paar Sekunden entweicht etwas Dampf durch die Düsen und der Kaffe tropft, nein wirklich einzelne Tropfen, in meine Tasse. Aussichtslos, so kriege ich das Ding nie voll. Die Meldung auf dem Display “Wartung erforderlich” habe ich schon am e rsten Tag gesehen als ich wieder hier war. Wie kann man die Grundfeste eines jeden Betriebes so vernachlässigen, kein Kaffee, keine wachen Mitarbeiter. Der zähflüssige schwarze Trunk der sich nun in meiner Tasse befindet ist absolut ungeniessbar und ich mache ein Schweppes Gesicht als ich den Geschmackstest vollziehe, prädikat unverträglich, Säure mit leichten Kaffeearomen im Abgang.

Mit Selecta-Plastikbecherkaffee im Magen starte ich meinen Update-Rundlauf. Nach nicht einmal zwei Stunden habe ich 5 von 6 Server erfolgreich Aktualisiert und kann mich dem Gipfel meiner Aufgaben widmen, dem Produktiven ERP System. Das grosse Finale sozusagen, wenn etwas schief geht, dann auf dieser Kiste, auf keiner Anderen sind so viele Änderungen fällig und mit der Anzahl der Updates steigt auch die Wahrscheindlichkeit für Zwischenfälle.

Natürlich blieben diese auch nicht aus und gestallteten meinen Morgen noch etwas spannender. Genau beim Firmwareupdate der Netzwerkkarten konnten diese nicht mehr aktiviert werden und per Konsole konnte ich nur noch den Prozess abwürgen. Auf Glück hoffend habe ich die Kiste einmal durchgestartet und wurde nicht enttäuscht, alles funktionierte wieder und das erwartete Disaster blieb aus. Meine Patienten blieben am Leben und so konnte ich mich für den Rest des Tages gemütlich in die Sonne legen.

KategorienDie Reise Tags: , ,

Home Sweet Home

14. Juni 2010 1 Kommentar

Schon wieder ist über eine Woche vergangen seit ich meine Füsse auf heimatlichen Boden gestellt habe. Wie herrlich war der Moment als ich in Zürich aus dem Flieger gestiegen bin und mein Vater mich begrüsst hat. 15 Monate war es her als ich meine Familie das letzte mal persönlich gsehene habe. Der erste Atemzug in Schweizer Freiheit war eine Wohltat, klare kalte Luft, fast als ob ein unsichtbarer Widerstand verschwunden wäre und das atmen leichter geworden wäre. Doch das eigentliche Stichwort ist „kalt“, an 34° gewohnt habe ich die ersten Tage ohne Übertreibung frierend verbracht. Socken, Pullover und Trainerhosen waren wieder Pflicht um bei etwa 10 Grad Lufttemperatur über die Runden zu kommen.  

Mehr…

Breath, Kick, Stroke

5. Februar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Als ich noch jung war (verdammte Kinder, runter vom Rasen!), besuchte ich in den Sommerferien gelegentlich einen Schwimmkurs. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich selbst den Wunsch äusserte oder ob meine Eltern es für eine gute Idee hielten, jedenfalls war ich selbst nie ein grosser Fan der Bewegung auf dem Wasser. Die verschiedenen Stufen wie Krebs, Frosch, Seepferdchen und Delphin erinnern mich Heute stark an die verschiedenen Stufen des PADI Systems, wo man unterschiedliche Anforderungen erfüllen muss um zu bestehen. Ich habe sogar die offizielle Webseite gefunden wo man die verschiedenen Stufen im Detail ansehen kann, sozusagen ein kleiner nostalgischer Ausflug für Alle die diese Kurse auch besucht haben und die Abzeichen immer noch auf einem alten Badetuch tragen. Ich für meinen Teil habe das alte Strandtuch immer noch irgendwo im Schrank, es wird so an die 10 Jahre alt sein wenn ich mich nicht täusche ;-)

Um die verschiedenen Aufnäh-Abzeichen zu erhalten musste man verschiedene Übungen und Schwimmtests bestehen und eigentlich war immer der Gruppendruck dafür verantwortlich, dass ich diese Übungen überhaupt mitgemacht habe. Ich hasste es Kopfsprünge ins Wasser zu machen und mein Gesicht beim Brustschwimmen ins Wasser zu legen war mir sowieso völlig zuwider. Nichts desto trotz habe ich so gelernt nicht abzusaufen, wenn auch mit einer guten Portion Widerwillen.

Mehr…

End of Days

20. Februar 2009 2 Kommentare

- Mike

10 Jahre lang bin ich fast jeden Tag zwischen Rorschach und Heerbrugg gependelt. 10 Jahre entsprechen etwa 1560h im Zug sitzen, lesen, grübeln und beobachten. Das ist jetzt vorbei, mindestens für eine ganze Weile ;-)

Ich verlasse nach 10 Jahren den Innopark und obwohl ich den Satz nie verwenden wollte und eigentlich ganz grässlich finde, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Er passt halt eben doch genau ins Bild.

Ich lache weil ich mich wahnsinnig auf die Reise freue und mir noch gar nicht ausmalen kann wie mich dieser Trip beeinflussen wird. Ich lasse das bequeme hinter mir, breche die Brücken ab und sehe mich nach etwas frischem um. Für meine Verhältnisse ungewöhnlich und daher zusätzlich spannend. Das grosse Unbekannte!

Eine Hälfte weint, weil ich langjährige Freunde und Arbeitskollegen verlassen muss. Auch mit den meisten Kunden bzw. Benutzern habe ich ein angenehmes und freundliches Verhältnis gepflegt, welches ich definitiv nicht für selbstverständlich halte. Glücklicherweise ist man in heutigen Tagen nie ganz “ab der Welt” und kann den einen oder andern Kontakt bequem aufrecht halten.

Na dann, Goodbye Escatec!

KategorienAllgemein, Die Reise Tags: , ,
This blog is protected by dr Dave\\\'s Spam Karma 2: 423 Spams eaten and counting...