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Progress SL

16. Oktober 2008 Kommentare ausgeschaltet

Hier einige Daten zu meinem neusten Bike. Es ist ein absolut individuelles Hardtail und wurde von der ersten bis zur letzten Schraube von mir eigenhändig montiert. Trotz vieler Leichtbau-Parts beschränkt sich das Einsatzgebiet nicht nur auf Forstwege. Training, Kurzstrecken und mittlere Touren sind kein Problem.  Alle Gewichtsangaben sind real also nachgewogen und keine “Hersteller-Fantasie-Daten” ;-)

Teil Hersteller Bezeichnung Maße Gewicht
Rahmen Progress Team SL M 1280
Gabel RockShox SID 2009 Worldcup 1498
Steuersatz CaneCreek vollintegriert 63
Vorbau Syntace F99 120mm 6° 117
Lenker Easton EC90 SL CNT 107
Griffe Racer Moosgummi 43
Sattelklemme M2racer “Token” 34.9 9.5
Sattelstütze Easton EC90 Zero Carbon 31.6 400mm 203
Sattel Tune Speedneedle Alcantara 85
Schnellspanner Mounty Spannachse 65
Laufräder DT / ZTR DT240s / Olympics / Revos 1414
Felgenband Schwalbe 33
Schlauch vorne Michelin C4 Latex 128
Schlauch hinten Michelin C4 Latex 129
Vorderreifen Conti Raceking Supersonic 2.2 484
Hinterreifen Conti Raceking Supersonic 2.2 486
Innenlager Token Titan 73mm 0
Kurbelarm rechts Atik Aerozine 175mm 685
Kurbelarm links Atik Aerozine 175mm 0
Kettenblatt groß FRM Pro 44 0
Kettenblatt mittel FRM Pro 32 0
Kettenblatt klein FRM Pro 22 0
KB-Schrauben Tiso/Token 0
Kurbelschraube Atik Aerozine 0
Pedale Ritchey Pedal Pro V4 272
Kassette Shimano XTR 11-32 9fach 222
Kette KMC X9 110 Glieder 253
Schaltgriffe Shimano XTR 251
Schaltwerk Shimano XTR 179
Umwerfer Shimano XTR 152
Bremse vorne Avid Ultimate 206
Bremse hinten Avid Ultimate 238
Bremsscheibe vorn Avid CleanSweep 2 160mm 107
Bremsscheibe hinten Avid CleanSweep 2 160mm 109
Züge Alligator I-Links 50
Zugverlegung 10
Schutzfolie 20
Summe 8899

Links:

Parts on Scale

Showcase

T Minus ein paar Tage

3. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Schon sind mehr als zwei Wochen meiner Ferien um. Die Tage und Stunden vergehen wie im Flug, ohne das ich irgendetwas sinnvolles vollbracht habe. Naja, abgsehen vomGebastel und der intensivreinigung meines Zimmers. Auch der Aufbau meines ProgressSL geht nur schleppend da ich immer noch auf die Kurbel und ein paar Kleinteile warte.

Die Bremsen

Ich habe mich wieder für einen Satz Avid Ultimate entschieden. Die Bremsen haben eine ausgezeichnete Bremsleistung und haben mich am Scott nie enttäuscht. Auch optisch passen sie ziemlich gut in mein Konzept und ergänzen die roten Akzente. Ich bin leider noch nicht schlüssig ob ich das Rad wieder mit Alligator Discs ausstatte. Die CS Scheiben von Avid sind grundsätzlich sehr Leistungsfähig und Probleme wie quietschen oder klingeln begünstigen sie kaum. Leider sind die Discs mit 105g und 107g doch noch eine Ecke schwerer und ich verschenke exakt 28g. Weitere 24g wären drin wenn ich einen Satz Titan Schrauben benützten würde.

Ich werde wohl für die ersten Fahrten die CS drauf lassen und später die Alligator vom Scott verbauen. Wenn meine Racefeile fertig ist werde ich zwecks Touren auch wieder eine 185er am Scott montieren.

Besonders erfreut war ich über die exakt abgelängten Bremsleitungen, so fällt es mir auch leichter ein sauber aufgeräumtes Cockpit zu gestalten und die Kabel sinnvoll zu verlegen. Als Tip möchte ich noch die 5mm Abstandhalter anführen. Ich verschwende lieber ein paar Gramm wenn mir dafür die Kabel nicht den Rahmen abscheuern. Funktionieren prächtig und bleiben an Ort und Stelle.

Der Gabelschaft

Ich bin in so “endgültigen” Dingen wie dem Ablängen des Gabelschaftes immer etwas zimperlich. Falsch gemessen, Gabel hinüber, unausweichlich. Aus dem mtb-news Forum habe ich entnommen das es zu Testzwecken kein Problem sei, eine Vielzahl an Spacern zu verbauen um die Sitzposition zu ermitteln. Gelesen getan, alles aufgesteckt, Linie gezogen und abgesägt. So bleiben mir immerhin ein paar cm Spielraum. Achja, vergesst niemals die Kanten zu brechen, die sind wirklich Messerscharf.

Das einziehen der Sternkralle war zum Glück eine bequeme Sache. Mit einer Gewindestange und grossen Unterlagsscheiben habe ich sie sozusagen in den Schaft gezogen. Die saubere Ausrichtung erfolgt mit dieser Methode automatisch. Natürlich wär ein Einschlag-Werkzeug schneller, aber für die paar mal wo ich das brauche, nehme ich mir gerne ein paar Minuten mehr Zeit.

Leider hatte ich missachtet dass man doch einige Millimeter unter der Markierung sägen sollte. Beim ersten Zusammenbau hat sich alles ein wenig zusammengezogen und ich konnte die Lager nicht wirklich “spannen”. Also alles noch einmal auseinander nehmen und den Schaft einspannen. Mit einer Eisenfeile habe ich Stück für Stück ein paar mm abgetragen bis alles passte.

Was noch fehlt

Im moment warte ich nur noch auf die Kurbel die I-Link Zughüllen und die Sattelschelle. Ansonsten habe ich alles beisammen und bin bereit für den finalen Aufbau. Ich habe mir sogar überlegt diesen per Zeitraffer zu filmen. Meine neue Ixus hat dafür eine bequeme Funktion eingebaut und ich hätte nicht gedacht das ich diese jemals brauchen würde.

Zeitfresser

Um die Zeit zu überbrücken habe ich den Seilzug meiner alten Manitou Black repariert. Mit hilfe von mehreren Manuals habe ich die Einheit zerlegt und war nicht schlecht erstaunt als ich einen “kritischen” Ölstand vorfand. Da wundert es mich auch nicht das die Gabel eine schlechte Performance bzw zu weich war. Auch das Kabel hat mich vor eine Herausforderung gestellt. Der Anschlag ist nicht Zylindrisch wie Handelsüblich sondern eine Kugel. Wie gut das ich eine Menge Feilen zur Hand habe ;-)

Achtung Güterzug!

26. Mai 2008 2 Kommentare

Meine kleine Feierabendtour (am Freitag) in den Kaien hat von teschnischen Problemen bis zum Happy-End mit Sonnenuntergang alles abgedeckt.

Mit grossen Erwartungen bin ich von Zuhause gestartet. Im Bewusstsein das die Bremsscheiben wie auch die Beläge neu sind habe ich in der Gerade einige Vollbremsungen gezogen um die Beläge und Schreiben ein wenig anzuschleifen. Zuerst nichts, mässige Bremsleistung. Bis nach ein paar mal Hebeln ein ekelhaftes Geräusch, ähnlich einem bremsenden Güterzug an meine empfindlichen Gehöhrgänge drang. Ich fluchte über die lautstarke peinlichkeit. 

Weiter konnte ich beim treten ständig seltsamen Knack-Geräusche wahrnehmen, welche mich schlussendlich zum Absteigen bewogen haben. Nach genervtem Rütteln und Hebeln habe ich endeckt das die Laufräder nicht 100% eingerastet waren, da ich sie noch am Montageständer wieder eingehängt hatte und vergessen hatte die Schnellspanner am Boden noch einmal zu lösen. Ein dummer und vor allem gefährlicher Fehler.

 

Das Knacken war wohl weg, jedoch war der Güterzug noch immer nicht im Bahnhof angekommen. Ich war gotten froh das es noch eine ganze Weile “opsi” ging. Auf dem Hügel bin ich aufgrund von bellenden Kötern nicht angehalten und direkt auf Grub (SG) und in Richtung Heiden aufgebrochen. Auf dem sehr kurzen aber extrem steilen Wegstück wurde ich darüber belehrt was nur 2cm mehr Scheibendurchmesser ausmachen können. Ich habe mich schon auf eine “Fussbremse” vorbereitet und habe ausgeklinkt, als die Bremsen sozusagen völlig versagt haben. Bremspower bei 10% plus Güterzuglärm, den “Stop” habe ich gerade noch vor der Kreuzung geschafft. Ich hätte die Scheiben am liebsten vom Rad gerissen!

Auf dem Rückweg habe ich mich auf eine schecklich anstrengende Abfahrt eingestellt, doch interessanterweise funktionierten die Bremsen auf einmal tadellos und nahezu geräuschlos im Vergleich zum vorherigen Lärm. Die 15min Abfahrt haben den Bremsen natürlich schon arg zugsetzt und der Druckpunkt war eher matschig als knackig, aber ich bin Geräuscharm und vor allem heil unten angekommen!

Ich brems dich aus!

23. Mai 2008 1 Kommentar

Durch den bevorstehenden ERP Wechsel bei meinem Arbeitgeber sind meine Radstunden sozusagen von 100 auf Null gesunken. Da sich dieses Monsterprojekte langsam aber sicher dem Ende neigt ist vor
allem die Anwesendheit und der Einsatz des IT Personals gefragt und da bleibt leider nicht viel Zeit fürs Hobbie.

Immerhin konnte ich die paar Stunden ab Abend dafür nutzen meine Bremsscheiben zu wechseln und das Rad ein wenig zu pflegen. Insbesondere das mehrfache entlüften der Bremsanlage war ein bisschen Zeitaufwendiger als Ursprünglich angenommen, was sich 1:1 auf meine Schlafstunden ausgewirkt hat ;-)

Der Prozess ist eigentlich wirklich simpel und in wenigen Schritten schnell erklärt:

  1. Hebel am besten ein wenig rausdrehen, Bremspunktversteller vollständig nach “IN” drehen.
  2. Spritze 1/3 bis 1/2 füllen und per Unterdruck die gebundene Luft aus dem Dot (Avid) entfernen. Dieser Vorgang wird aus meiner Sicht viel zu wenig erwähnt, den man sollte das ganze Prozedere einige male gewissenhaft ausführen, was auch durchaus anstrengend sein kann und einige Minuten in Anspruch nimmt.
  3. Danach dreht man die abgeklemmte Spritze auf den Bremskörper. Auch wenn Avid das System als nicht-tropfend bezeichnet würde ich einige Blatt Haushaltpapier bereit halten. Gummihandschuhe können auch nicht schaden.
  4. Bremshebel senkrecht ausrichten und mit einem Kabelbinder oder Klebeband zurückziehen um den Hebel vom System zu “trennen”. Leere Spritze geöffnet an den Hebel schrauben.
  5. Nun kann man die volle Spritze öffnen und auch per Unterdruck die Luft aus dem System “Pumpen”. Auch dieser Vorgang muss vielleicht ein paar mal wiederholt werden bis keine Luft mehr aus der Bremszange strömt. Danach Spritze schliessen. Mit einem Schraubenzieher Griff kann man auch einwenig an die Bremse klopfen um die festsitzende Luft auszutreiben.
  6. Hebel vom Klebeband entfernen und mit der unteren Spritze Bremsflüssigkeit durch das System pressen. Unbedingt darauf achten das keine Luft von der Spritze ins System gelangt. Wenn man 3/4 durch hat kann man die hintere Spritze schliessen, abnehmen und die Bremszange verschliessen.
  7. Am Hebel das selbe Prozedere wie bei Punkt 5, die Luft muss raus! Spritze am Schluss abklemmen.
  8. Hebel in die Waagerechte bringen und die Spritze abnehmen. Leerraum mit Flüssigkeit füllen und verschrauben.
  9. Alles sauber abwischen und am besten mit Bremsreiniger behandeln. Auf zur Probefahrt!

In meinem Fall war diese Prozedur mehrfach erforderlich, jedoch ist das nicht tragisch wenn man jedes Jahr nur einmal dahinter muss. Der Preis für das Entlüftungskit von 40.- rechnet sich schnell.

Mit dem Wechsel der beiden Scheiben, der verkleinerung von 185mm auf 160mm und einem neuen Adapter spare ich sozusagen gratis ein paar Gramm(81) und muss mich nicht mehr über den brrrr-brrrr Lärm aufregen ;-)

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