
„Ach ne, 4.5 Stunden für den Weg in die Similans“ jammerte ich vor mich hin, als ich erfuhr das ich einen Advanced Open Water Kurs auf unserem Liveaboard geben muss. „Die ganze Zeit für 6 Tauchgänge und eine Übernachtung, lohnt sich das überhaupt?“, ja verdammt es lohnt sich, wie konnte ich nur so denken.
Erst einmal sparen Leute teilweise Jahre um so einen Trip zu machen um im Similan Nationalpark zu tauchen, zweitens ist es für mich wohl der letzte Trip dieser Art für eine lange Zeit. Achtung jetzt kommts! Ich werde Anfang Juni zurück in die Schweiz fliegen und ein paar Monate Heimurlaub machen, bevor ich mich in den grossen weissen Norden, auch Kanada genannt, aufmache und mit meiner Freundin Chloe zusammen wohne. Die Entscheidung mache ich nicht ganz aus freien Stücken, Chloe wird 8 Monate an die Lehrer-Uni gehen und ich sehe schwarz wenn ich an eine Fernbeziehung über so einen Zeitraum denke. Grundsätzlich hat das ganze auch einige Vorteile, ich sehe ein anderes Land. Ich werde versuchen einen Französischkurs zu machen um meinem Repetoire noch eine Sprache hinzuzufügen. Und zu letzt, vielleicht finde ich ja einen Job und mache aus Kanada meine nun dritte Heimbasis.
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Ich fotografiere ja schon seit Jahren als Hobby und habe mir die einen oder anderen Fertigkeiten angeeignet, Bildkomposition, Lichteinbezug und Handhabung moderner Technologie um einige Beispiele zu nennen. Ich musste jedoch mit Schrecken feststellen, dass ich dieses Können neu erlernen muss wenn die Kamera mit dem Element Wasser in Kontakt kommt.
Kürzlich hatte ich die erste Gelegenheit mein neues Spielzeug einzuweihen und möchte einige meiner Erfahrung und Bilder teilen, in der Hoffnung das ihr vielleicht auch etwas von meinen Fehlern profitieren könnt.
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Premiere, ich habe meinen ersten Schüler unterrichtet. Zwar war es nur ein einfacher Advanced Open Water Kurs, aber sicherlich ein spannender Einstieg als Tauchlehrer. Meine Schülerin, Ursula, habe ich auf dem Tagestrip Boot kennen gelernt und überzeugt ihren AOW in den Similans zu machen.
Meine Schülerin war sich erst nicht sicher, 3 Tage von den Ferien übrig, gerade zwei geniale Tauchgänge gemacht und irgendwie wieder richtig Lust auf mehr bekommen. Wirklich überreden musste ich sie nun wirklich nicht, höchstens auf den rechten Weg bringen. Verbessere deine Fähigkeiten, habe Spass beim erweitern deiner Limits ohne übermässige Zeit im Klassenzimmer zu verbringen und wenn du kannst mach den Kurs an einem der schönsten Tauchplätze der Welt. Sie war ziemlich schnell angetan von der Idee und zurück im Shop hat sie auch sogleich für den nächsten Trip unterschrieben. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich den Kurs geben kann, ich bin nicht angestellt und ein anderer Tauchlehrer spricht auch etwas Deutsch. Umso glücklicher war ich als die Chefin am Abend anruft und mir das Angebot unterbreitet sie doch noch zu unterrichten und den Trip in die Similans mit zu machen.
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Geschafft, GESCHAFFT! Ich darf mich ab sofort Tauchlehrer nennen! Selbst einen Tag nach den Prüfungen kann ich mir das Lachen nicht verkneifen und bin einfach überglücklich das es endlich vorbei ist. Ich und Modi haben uns sogar überlegt Aufnäher zu besorgen damit wir es Jedem unter die Nase reiben können. Open Water Scuba Diver Instructor Mike und Modi, hört sich gut an nicht? Für ein paar Tage tragen wir die Nase ein ganzes Stück höher als sonst
Könnt ihr euch erinnern, wie es damals in der Schule war? Hausaufgaben, Vorträge und die Nervosität wenn wichtige Prüfungen auf dem Plan standen? Ich habe wieder das volle Programm durchgemacht während den zwei Wochen des IDC’s, dem Kurs der einem die Grundlagen für den Tauchunterricht vermittelt.
Das Gefühl der Müdigkeit und der ständige Mangel an Schlaf haben mich nur zu sehr an die guten alten Tage in der Schule erinnert, nur dieses mal hatte ich kein Gefühl von Zwang, es ist etwas das ich für mich mache, also beisse ich die Zähne zusammen und gebe mein Bestes!
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