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Artikel Tagged ‘Fünfländerblick’

Home Sweet Home

14. Juni 2010 1 Kommentar

Schon wieder ist über eine Woche vergangen seit ich meine Füsse auf heimatlichen Boden gestellt habe. Wie herrlich war der Moment als ich in Zürich aus dem Flieger gestiegen bin und mein Vater mich begrüsst hat. 15 Monate war es her als ich meine Familie das letzte mal persönlich gsehene habe. Der erste Atemzug in Schweizer Freiheit war eine Wohltat, klare kalte Luft, fast als ob ein unsichtbarer Widerstand verschwunden wäre und das atmen leichter geworden wäre. Doch das eigentliche Stichwort ist „kalt“, an 34° gewohnt habe ich die ersten Tage ohne Übertreibung frierend verbracht. Socken, Pullover und Trainerhosen waren wieder Pflicht um bei etwa 10 Grad Lufttemperatur über die Runden zu kommen.  

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Ein Königreich für einen Keks

19. August 2008 2 Kommentare

Tag 1 meiner Langzeit Ferien. Ich stehe nicht zu spät auf und geniesse den Morgen. Top motiviert durch das sonnige Wetter beschliesse ich gleich nach dem Mittag eine “kleine” Tour zu fahren. Die übliche St. Anton-Strecke soll reichen, soweit mein Plan. Meine Ausrüstung war wie üblich der Strecke angepasst. 1-mal Gel, 7,5dl Gesöff, Riegel brauch ich keinen, hatte ja gerade Mittagessen.

Mein Plan ging eigentlich ganz gut auf. Ich bin in eher ruhigem Tempo zum Anton gefahren und habe da mein Gel verdrückt. Wie schon einmal habe ich beschlossen den Rückweg über Altstätten zu fahren, viel Strasse und hohe Trittfrequenz auf der nahezu flachen Strecke. Auf der Abfahrt konnte ich glücklicherweise auf einen flowingen Trail ausweichen (Beschildert!).

In Au angekommen entscheide ich mich spontan nach Walzenhausen zu fahren, den irgendwie hatte ich im Gedächtnis man käme über diese Stadt in Richtung Thal. Schon im Steilen Anstieg merke ich das die Kräfte nicht mehr ganz so da sind und sich der Bidon schnell leert. Im nächsten Dorf mache ich mich auf die Suche nach einem Brunnen, ohne Erfolg. Bei einem Abstecher in eine Seitengasse winkt mir eine alte Frau, ich nutze die Gelegenheit und frage ob es hier einen Dorfbrunnen hat.

Ich erschrecke als sie mich am Arm packt und wirres Zeug quaselt. Zuerst dachte ich sie spricht eine fremde unverständliche Sprache aber als ich brocken wie “so ein hübscher…” verstehe, wird es mir ein wenig unheimlich und ich wiederhole meine Frage. Sie erwidert dass sie gerade Ameisen und Schecken aus dem Garten entfernt hat. Kein Zweifel die ist Irre “Also sie können mir nicht helfen hä, Adieu!”. Ich schüttle ihre Hand von meinem Arm und trette kräftig in die Pedale.

Ich fahre von Kuh-Kaff zu Kuh-Kaff und habe ein echtes Loch im Magen. Der ständige Gegenwind verhindert ein zügiges vorankommen und ich benetze meine schon ein wenig spröden Lippen mit dem letzten Tropfen aus der Flasche. Zweifellos hätte ich umdrehen können, auf jeden Fall hätte ich am Bahnhof in den Zug steigen können. Doch mal ehrlich, sowas macht man nicht.

Gerade als ich in einem Garten einen Wasserhahn entdecke und da einbrechen will, erspähe ich einen Kirchenturm. Zweifellos hat es in 90% aller Fälle einen Brunnen bei der Kirche und auch diesmal traf ich ins Schwarze. Ich hab zwar immer noch Hunger aber immerhin ist der Durst gelöscht. Ich spiele mit dem Gedanken eine Dorfbeiz zu suchen, doch als ich auf dem Weg Ausschau halte sehe ich ein Schild welches mich nach Heiden leitet. Ein Glück ich habe es fast geschafft. Die Kraft ist weg und den restlichen Weg bringe ich mehr schlecht als Recht hinter mich. Zu wenige Pausen, zu viel Tempo und mangelhafte Ausrüstung haben mich ziemlich zermürbt. Das Abendessen hat jedenfalls fantastisch geschmeckt!

Rorschach-Fünfer-Grub-Heiden-Kaien-St.Anton-Altstätten-Heerbrugg-Au- Walzenhausen-Wolfhalden-Heiden-Grub-Fünfer-Rorschasch

70km , 2450hm, 4h

Ein Hoch auf unser schönes Land

30. Juli 2008 Kommentare ausgeschaltet

Einer der wenigen Feiertage dieses Jahres steht vor der Tür, die Schweiz bzw. der brüderliche Schwur der drei Ur-Kantone wird wieder ein Jahr älter und glücklicherweise fällt dieser Tag auch noch auf einen Freitag. Also lasst uns die Gläser und/oder Krüge auf unser Vaterland heben und orderntlich Feiern!

Nebenbei, sollte jemand noch nicht wissen wo er das besagte Glas erhebt, auch dieses Jahr hat das 5er-Team eine würdige 1. August Feier auf dem Fünfländerblick organisiert!

Ich wünsche einen schönen 1. August!

Der heilige Anton

25. Juli 2008 Kommentare ausgeschaltet

Viele Kilometer sind wieder gefahren seit der letzten Berichterstattung. Auf meinen abendlichen Touren quer durch das vordere Appenzellerland bin ich wieder einmal auf einen neuen Ruhepunkt gestossen, den ich in Zukunft vermutlich noch des öfteren anfahren werde.

Im Windschatten eines anderen Bikers bin ich wieder einmal vom Kaien Richtung Riedern unterwegs. Die nächste Weggabelung im Blick war ich nicht schlecht überrascht als mein Vordermann direkt auf den Bauernhof und das Verbotsschild zusteuert. Nicht das mich ein Fahrverbot im Appenzellerland und insbesondere auf einem Wander/Forstweg abschrecken würde, aber der bösartig kläffende Köter, welcher mich normalerweise am Bauernhof anpeilt, schon.

Wenn der Typ da vorne ohne abzubremsen weiterfährt ist der Hund entweder ungefährlich oder schon nicht mehr da. Obwohl, vielleicht kennt sich der ärmste hier einfach nicht aus und wird jetzt sein blaues Wunder erleben, wer weiss? Wie ich mir im Gedankenkino vorstelle, dass der Biker von einem Hund zu Boden gerissen wird und mir so die durchfahrt ermöglicht, passieren wir den Bauernhof problemlos und weder Mensch noch Tier hindern uns an der Durchfahrt Richtung Antennenmast. Nächster Stopp, der St. Anton.


Die Belohnung auf der Spitze entfaltet sich in einer prachtvollen Aussicht in die Rheinebene. Ein Ausschnitt wie aus einem Gemälde, gesäumt mit dem saftigen Grün des Waldes. Neben der schönen Aussicht findet man auf dem 1100müm gelegenen St. Anton eine Bushaltestelle, eine kleine Kapelle und natürlich ein Restaurant. Die Bushaltestelle ist zugleich ein Minimuseum in welchem alte Feuerwehrutensilien ausgestellt sind. Auf einer felsigen Erhebung finden sich zwei Bänke auf welchen man sich gemütlich einen Moment setzen kann, sofern nicht schon zahlreiche der anderen Radfahrer oder Touristen darauf Platz gefunden haben.

Der Rückweg gestaltet sich für mich wenig spektakulär. Ich fahre dem Anton über den Buckel Richtung Landmark bis ich die Abzweigung nach Heiden einschlagen kann.  Ausgangspunkt ist schlussendlich die Kreuzung Kaien-Waldstatt-Rehetobel. Den übrigen Weg habe ich bestimmt schon einmal angeschnitten und wenn nicht ist er eindeutig bzw. eindeutig langweilig das man ihn nicht verfehlen kann. Reine Kilometer “fressete”.

Neben den üblichen Fünferbesteigungen bei Regen von Oben, 15 Grad in der Mitte und Schlamm von unten bin ich letzten Freitag noch einmal in “Renntempo” auf den heiligen Anton gestiegen. Mit 1:10 war ich ganz stolz aber fix und fertig. Der Heimweg war dementsprechend aufreibend und der immerwährende scheinbar richtungsunabhängige Gegenwind übertrug sich 1:1 in Wadenkrämpfe. Es war einfach zuviel für einen anstrengenden Arbeitstag.

Rorschach-Fünfer-Grub-Heiden-Kaien-St.Anton-Wald-Rehetobel-Eggersriet-Fünfer-Rorschach

52km / 1240hm / 2h 28Min

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