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Artikel Tagged ‘Kuala Lumpur’

Ferien in KL

12. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Gerade jetzt, in diesem Moment, lasse ich mir die Sonne auf den Rücken scheinen und geniesse einen Kaffee auf dem Weg zu den drei schönsten Tauchplätzen die Phuket zu bieten hat. Meine Schüler kämpfen mit den Wiederholungsfragen im Tauchlehrmittel und ich lehne mich ein wenig zurück und tippe ein bisschen. Paradiesisch!

Vor ein paar Wochen hatte ich das vergnügen mit meiner Freundin Chloe ein paar herrliche Tage in Kuala Lumpur zu verbringen. Ich war zwar erst die vorige Woche da um meinen eigenen Visarun zu machen, doch wenn sich schon mal die Gelegenheit ergibt mit ihr kleine Ferien zu machen, lasse ich mir das natürlich nicht entgehen. Sie war ebenfalls gezwungen ihren Visarun in KL zu machen und für mich waren es einfach nur Ferien, mal raus aus Patong und zurück in einer modernen, lebendigen und sauberen Stadt.

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Kulinarische Abenteuer / Tag2, Akt: Der Abend

25. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Schon recht ausgelaugt vom anstrengenden Tag, habe ich mich hingesetzt und mein Buch „48“ zu Ende gelesen. Die Abendsonne schien mir warm ins Gesicht und tauchte den kleinen Hotel-Garten in ein goldenes Licht. Die kühle Brise welche jeden Abend durch die Strasse zieht, erfrischte mich in leichten Böen. Roman, ein deutschstämmiger Koch der schon fast die ganze Welt gesehen hat und nun in Amerika und Hongkong arbeitet, gesellte sich zu mir an den Tisch. Ich war froh darüber mich mal wieder auf Deutsch zu unterhalten und das Angebot mit ihm Abend zu essen nahm ich doch nur zu gerne an. Alleine ist es doch fast zu unangenehm etwas zu suchen, schnell zu essen und dann wieder ins Hotel zu fahren.

Sein Reiseführer namens „Wallpaper“ hat uns ein gutes Lokal in China-Town vorgeschlagen und wir haben nicht gezögert mit dem nächsten Taxi dahin zu fahren. China-Town ist das ehemalige Stadtzentrum und wird hauptsächlich von der, wie der Name schon sagt, chinesischen Kultur geprägt. Kleine Läden, noch kleinere Essensstände und bunte Märkte füllen diese alten Strassen mit Leben. Die teilweise historischen Bauten sind entweder dem Zerfall nahe oder mit modernen Farben wie hellgelb oder auch mal türkisblau aufgemotzt und spannend beleuchtet. Das Viertel hat einen ganz eigenen Charme, welcher auch im ausgewählten Restaurant, dem „Old Chinatown Cafe“ gut zur Geltung kam.

Die Wände waren reichlich mit alten Bildern und gerahmten Fotos von möglicherweise berühmten Chinesen behangen. Der Boden, die Tische und Stühle waren aus eher dunklem, sehr alt wirkenden Holz, was dem etwa 40m2 grossen Raum eine heimelige und warme Atmosphäre einhauchte. Auch wenn die Karte eher eine magere Auswahl an Gerichten bot konnten wir uns kaum entscheiden, alles klang sehr verlockend. Besonders empfehlenswert fand ich persönlich das Devil Curry, auch wenn es doch nicht ganz so scharf war wie man vermuten könnte, das malaysische Beef Rendang war ebenfalls gut aber nicht unbedingt ein überragendes Gericht. Von einem Gericht ist mir der Namen entfallen, doch um euch eine Idee zu geben stellt ihr euch das Aroma von Rosenkohl gemischt mit Fisch vor. Nicht unbedingt mein Fall, aber keineswegs ungeniessbar.

Im Herzen von China Town haben wir uns durch weitere Leckereien gekämpft und dabei möchte ich Eine ganz besonders hervorheben. Unter Umständen habt ihr schon einmal von der Durian Frucht gehört. Der aufdringliche unglaublich intensive Geruch dieser Frucht, vermag sogar die dicke Schale und Klarsichtfolie zu durchdringen und ist nicht jedermanns Sache. Oftmals wird der Geschmack mit Abfall oder alten Socken assoziiert, was ich jedoch absolut nicht nachvollziehen kann. Wir haben uns zwar die beste der Besten ausgewählt und etwa 47 Ringgit dafür gelöhnt, aber ich glaube das hat sich richtig gelohnt. Der Geschmack der „Wong Nr1“ Variante ist leicht fruchtig und zugleich würzig. Es ist etwas ganz eigenes und ich kann es mit nichts vergleichen. Die Konsistenz des Fruchtfleisches ist buttrig cremig und man kann das Innere mit dem Finger von den Kernen streichen. Die Durian bzw. das Fruchtfleisch ist so extrem reichhaltig, dass man meint reine Butter zu essen, nach wenigen Stücken fühlt man sich wahnsinnig gesättigt und bringt nichts mehr runter.

Als weiteres Highlight dieses abends haben wir uns noch die Luna Bar im Pacific Regency Hotel angesehen. Die Bar befindet sich im 34en Stock des Hotels und bietet einen unglaublichen Ausblick auf die Stadt. Im unteren Bereich befindet sich ein Pool um welchen die Bar sowie einige Sitz und sogar Liege-nischen angeordnet sind. Das Licht, stark gedämpft und durch kleine Rinnsale an der Wand gebrochen, gibt dem Club eine entspannte und edle Atmosphäre die mit leichter Ambient und Chill-Out Music unterstützt wird. Die Drinks sind zwar verhältnismässig teuer, was sich aber wieder ausgleicht mit dem fantastischen Blick den man z.B. vom oberen Bereich der Bar, bequem auf Polstern, geniessen kann. Leider hat die Bar nur bis 1 Uhr morgens geöffnet, doch ich würde jedem empfehlen einmal in dieser Bar einen Drink zu nehmen, auch wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Das Ambiente ist entspannt und zugleich irgendwie luxuriös.

Auf Wanderschaft in KL

23. Juni 2009 3 Kommentare

Zuerst war ich mir ja sicher, dass es ein Fehler war den Schlafsack mit zu nehmen, doch in der Nacht wäre ich fast soweit gewesen ihn doch noch zu benützen. Entgegen meiner Vermutung, liefen die Klimaanlagen nur Nachts, was grundsätzlich eine gute Idee ist, wenn man sie nicht auf 18 Grad runter drehen würde. Ich habe gefroren wie ein Araber in der Arktis! Die ganz dünne Baumwolldecke war gerade gross genug um mich zu bedecken, jedoch nütze sie nicht all zu viel. Mitten in der Nacht habe ich dann mein T-Shirt angezogen um der Kälte entgegen zu wirken. Am Morgen war ich ebenfalls wider meiner Erwartung schon recht früh wach, etwa 8:00 zeigte die Uhr als ich sie mir das erste Mal vor die verschlafenen Augen hielt. Um neun bin ich aufgestanden und habe mir erst mal eine heisse Dusche gegönnt.

An dieser Stelle vielleicht ein paar Worte zum Hostel/Hotel. Ich bin doch sehr angenehm überrascht. Eigentlich hatte ich das Frühstück ja verpasst, dennoch kam ein Angestellter zu mir raus und frage mich ob ich den doch noch Frühstück möchte. Natürlich habe ich das Angebot angenommen und nach wenigen Minuten wurde mir Toast mit Butter und Honig, Melone und Annanas, Kaffee sowie eine Art Chutney mit Fladenbrot serviert. Ein opulentes Mahl und dazu noch im Preis inbegriffen. Als Abendessen hatte ich ne seltsame Mischung aus gehacktem an scharfer Sauce mit Tofu-Stücken und Reis. Ich hatte ganz vergessen das Tofu absolut ober-eklig ist und war daher über ein gutes Frühstück wirklich erfreut.

Die Räume insbesondere der Massenschlag für 8 Personen sind recht klein. Das Bett ist aber lang genug und man kann den Rucksack ohne weiteres auf der Seite anlehnen und dennoch gut liegen. Abstriche mache ich ganz klar bei den Toiletten, weil es einfach zu wenige sind, und den Duschen, aus den Selben Gründen. 2 mal WC davon eines im Inder-Style, einfach als Loch im Boden und nur zwei Duschen für alle Leute, wobei es eh so wenige Person sind das es soweit mal kein Problem ist, sich zu erfrischen. Diese Mängel werden jedoch durch das tolle Personal wieder aufgewertet. Sie sind so unglaublich freundlich und Hilfsbereit das ich wirklich eine 80 Punkte Wertung abgeben muss. An diesen Ort käme ich jederzeit wieder!

Den restlichen Tag habe ich ausschliesslich laufend verbracht. Meine Füsse sind sich das immense Laufpensum gar nicht mehr gewöhnt, schon nach 2 Stunden musste ich mich im Petronas Tower Park einmal setzen und etwas entspannen. Dabei hatte ich ein nettes Gespräch mit 3 Malayinnen, welche verzweifelt versucht haben mir irgendwo hin mit zu nehmen. Vermutlich der gute alte Gamble-Trick wo man mitgenommen wird und ein Spiel lernt und ne Menge kohle verzockt. Da ich davon glücklicherweise schon gehört hatte (Claudio) habe ich die Damen schnell wieder abgeschüttelt. Die Tower sind sehr eindrücklich und bis jetzt die höchsten Gebäude die ich je gesehen habe. Mit 443m wirklich beeindruckende Bauwerke. Ich habe sicherlich etwa 1.5h im innern verbracht und hätte mir um haaresbreite eine neue Uhr gekauft. Die Swatch Uhren, aus der James Bond Collection waren einfach zu verlockend, doch ich konnte gerade noch widerstehen und bleibe meiner tollen Victorinox treu. Ich habe unzählige Fotos geschossen und bin weitere 2.5 Stunden durch die ganze Stadt gelatscht. Von Einkaufszentrum zu Einkaufszentrum habe ich mich überall durchgekämpft und muss, sozusagen abschliessend bemerken, dass es wirklich eine interessante Stadt ist, welche trotz enormen Verkehrsaufkommen sehr angenehm zu bewandern ist. Alles ist sehr präzise beschildert und sehr einfach zu finden. Verlaufen kann man sich eigentlich fast nicht.

Dieser Trip ist ja nebenbei der Erste welchen ich ganz alleine bestreite. Nicht das ihr mich falsch versteht, zu zweit ist es natürlich witziger, doch auch das alleine sein hat seine Vorzüge und ich habe es äusserst genossen.

Ich rieche wie ein Käfig voller Affen und der Verkehr hat eine nette Staubschicht auf meiner Haut hinterlassen. Ich denke nach meinem erneuten Besuch im Starbucks, werde ich wieder zurück ins Hostel gehen und mir erst mal eine Dusche gönnen, ich bin durch und durch Nass und habe etwa 200 Fotos zu prüfen. Hauptsächlich Gebäude, doch ich hoffe einige wirklich gute Shots gemacht zu haben. Das Wetter war leider wiederum geprägt von grauem Himmel, daher sind meine Erwartungen nicht all zu hoch.

Um meinem alten Bürokumpel Philipp zu zitieren „Mol luegä, seid dä Blind zum lahmä und den sinds gangä“ ;-)

Der erste Tag KL

22. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Einkaufszentren, hat man eines gesehen hat man eigentlich alle gesehen. Zahllose Boutiquen und Schmuckläden reihen sich Stockwerk für Stockwerk aneinander. Das Beraya Center ist verdammt gross, doch für die Grösse bietet es eigentlich nichts Spezielles, die Futterläden im Untergeschoss und strategisch verteilt über die 8 Stockwerke, Kleidung findet man überall und zu guter letzt werden die Nischen noch mit Kosmetik gefüllt. Einziger „Special“ in diesem Center, ist eine Indoor Achterbahn in einem kleinen Vergnügungspark.

Wenn es um Speis und Trank geht finden sich natürlich hauptsächlich die Üblichen verdächtigen. Starbucks, McDonalds, Wendys und was es sonst noch alles an bekannten Fast Food`n`Drink Ketten gibt. Ich habe mir meine erste Mahlzeit bei einem Thai gegeben, etwas doof in Anbetracht das ich gerade aus Thailand komme, jedoch hat mich der Laden als einziger irgendwie angemacht. Immer nur Burger und Pommes geht ja auch nicht.

Ein einziger Laden vermochte es meine volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. „Classic“ angeschrieben hat es auf Entfernung ausgesehen wie ein Game-Shop mit alten Spielen, aus der nähe betrachtet war es jedoch ein DVD Shop mit normalen Filmen und ein bisschen Musik. Was mich besonders beeindruckt hat war die hinterste Reihe Filme, eine unüberschaubar grosse Sammlung an Anime, jeden alters, jeder Kategorie. Von Ghost in the Shell bis zu Transformers, alles da. Ich konnte fast nicht widerstehen und wollte mir eigentlich die komplette Neo-Genesis Evangelion Serie kaufen, doch die war einfach zu teuer. Als Ersatzbefriedigung habe ich mir dafür die kompletten Folgen von „Gunslinger Girl“ gekauft. 18RM -> 200 Bath -> 7Fr., geht in Ordnung.

Wenn wir gerade von Preisen sprechen, KL ist nicht billig oder mal sicher nicht so günstig wie Thailand. Grob geschätzt zahlt man für alles einfach mal sicher 1/3 mehr. Ok, der Starbucks ist überall gleich überteuert, egal wo man geht. Gleiche Qualität gleicher Preis, jetzt schnall ich das System ;-) Sowieso, ich könnte eigentlich als Starbucks geheimer Tester arbeiten, meinen Caramel Macchiato habe ich nun wirklich in fast jedem Land getrunken.

Ach ich schätze die Atmosphäre des Starbucks oder jedes anderen Coffeshops. Leute beobachten könnte mein neues und kostengünstiges Hobby werden. Man braucht sich nur 5min zu setzen und seiner Phantasie freien lauf zulassen, schon hat man 100 verschiedene Charakter und vielleicht auch genau so viele Geschichten im Kopf, was die Leute wohl reden oder warum gerade jetzt diese Koreanerin so ein trauriges Gesicht macht während sie auf einer ur-alten analogen Canon Spiegelreflex herumbastelt. Ganz selten blickt man auch jemandem ins Gesicht und sein verträumter Blick verrät einem das er genau das selbe spiel spielt und einfach nur gedankenlos beobachtet.

Klimamässig ist KL etwas anstrengend, Smog und Dunst vermischen sich zu einer dicken grauen Decke und nach blauem Himmel schaut man sich vergebens um. Die immer wieder heftigen aber zum glück kurzen Regenschauer sind nur dann lästig wenn man gerade mal raus aus den Gebäuden will. Die Temperatur liegt permanent auf etwas über 30 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit, draussen ist es drückend warm, insbesondere jetzt am späten Nachmittag möchte man lieber etwas kühle Luft geniessen.

Morgen früh sind die Petronas Towers angesagt, mal sehen von welcher Seite sich KL morgen zeigt!

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