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Artikel Tagged ‘Montage’

Grenz-Ärger

27. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Viele der schönen Teile für ein Rad, Computer oder vielleicht auch Auto bekommt man hier in der Schweiz einfach nicht. Entweder ist der Markt einfach zu klein oder niemand hat Interesse daran Nieschenprodukte in einem Shop zu führen und womöglich auch lagernd zu halten. Man ist somit gezwungen sich im Ausland zu versorgen, was in Anbetracht der globalen Kommunikationswege kein Problem mehr ist.

Meine FRM Blätter, einen Satz Kettenblattschrauben und 2 Inbus Schrauben in Rot habe ich in Deutschland bestellt. In nicht einmal einer Woche habe ich bestellt, bezahlt und das Paket ins Haus geliefert bekommen. Das finde ich wirklich zügig, vor allem finde ich es schnell in anbetracht der Arbeit des Zolls, der sich meinen Lieferschein und den Paketinhalt vorgenommen hat.

Warenwert auf dem Paket ausgewiesen mit 100Euro. Das Zollformular aus Deutschland gibt einen gesamt Wert von 125Euro aus. Der Schweizer Zoll ist aber schlauer als die Anderen und schaut sich den Lieferschein genau an. “FRM” Blätter unglaublich zu dem Preis, das kann gar nicht sein! Ach komm wir veranschlagen einfach mal 230 Franken Wert, was am Schluss Gebühren und MwSt von 17.- zur folge hat.

Was soll den bitte dieser Mist? Für ein 700Euro Paket habe ich 27.- an Gebühren gezahlt, auf welcher Grundlage bestimmen diese Nasen den Wert? Für den Normalsterblichen sind Schrauben und Metalblätter wohl kaum Komponenten mit Wert-Vermutung? Eine Geschichte der ich wohl noch nachgehen werde.

Nach dem Ärger bin ich gleich zur Montage geschritten. Die FRM Blätter sind sowohl funktional wie auch gewichtsmässig den andern absolut überlegen. 103g für drei KB’s und messerscharfe Steighilfen machen dieses Set zu einem echten Upgrade. Auch optisch sind die schwarzen Ringe mit ihrer weissen Aufschrift ein echter Leckerbissen. Die gleich designten Tiso KB-Schrauben heben diesen Effekt noch einmal hervor. Durch den Tausch konnte ich sogar noch 4 Stück als Schrauben für das kleinste Blatt einsetzen. Wir werden sehen ob die Aluschrauben der Kraft gewachsen sind.

-> Kurbelgewicht 590g exkl. Lager,Distanzringe,Hülse (95g)

Abruptes Ende der Ferien

9. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Eine Woche früher als ursprünglich geplant muss ich meine Ferien wieder beenden, denn die Firma hat das “Mike” Logo an die Wolken projiziert und einen Hilferuf abgesetzt. Also springe ich flink und nach drei Wochen Abwesenheit kommt es mir vor als ob ich nie weg gewesen wäre. Ob dies nun gut oder schlecht ist weiss ich nicht wirklich. Die nächsten Tage werden es zeigen. Ärgerlich ist es so oder so.

Wenigsten war ich die letzten Tage noch in der Lage ein paar kurze Runden zu drehen und das prächtige Wetter zu geniessen. Insbesondere die ca. 7-20 Grad empfinde ich äusserst angenehm für eine sportliche Fahrweise. Auch den Gabelschaft habe ich gestern auf ca 90% der finalen Länge gekürzt. Und schon wieder hat sich die Gewindestange mit ein paar Unterlagsschreiben und einer Mutter gelohnt. Das Einziehen der Kralle ist präzise und einfach erledigt. Sicher nicht ganz so schnell wie mit einem professionellen Einschlag-Werkzeug aber die paar Minuten wende ich gerne auf wenn ich die Materialkosten sparen kann.

Das Isoband um die Krone ist lediglich um zu verhindern das der Ringschlüssel versehentlich Kratzer verursacht. Zweifellos muss man sehr vorsichtig sein da die Kralle einiges an Kraft abverlangen bis sie richtig sitzt.

Das Werk ist vollbracht und fährt sich toll!

6. September 2008 2 Kommentare

Aaaahhh, das erste Mal auf ein neues Rad aufsteigen. Jedes mal etwas Besonderes und ich glaube wenn man das Rad auch selbst gebaut hat ist es noch ein Stück besser!

Aufbau

Der Aufbau selbst war eigentlich sehr unproblematisch und in weniger als 3h erledigt.  Die meiste Zeit ging für die Verkablung bzw. für die I-Links drauf. Die Zugführung ist aufgrund des Rahmens kompliziert und mühsam. Es ist kaum möglich eine saubere einheitliche Linie zu finden. Erschwerend kommt noch dazu das die Hinterradbremse eine zu lange Leitung hat. Hier ist definitiv noch ein wenig Nacharbeit gefragt, etwas für die regnerischen Tage.

Rein optisch habe ich auch noch einige Bedenken. Das ganze Rad ist mir zu “laut”, die verschiedenen Aufschriften schreien förmlich. Ich überlege mir die ZTR Labels auf den Felgen  und die Nabenbeschriftung zu entfernen. Weiter wäre es möglich die Sattelstütze bzw. die EC90 Logos abzuschleifen. Mal sehen, jedenfalls beschäftig mich das sicherlich noch einige Stunden, wie gesagt, wirklich fertig ist so ein Projekt ja niemals.

Ausfahrt

Beim ersten Aufsitzen war ich mir fast sicher dass der Rahmen zu klein ist. Eine sehr ungewohnte Sitzposition, fast zu wenig sportlich/gestreckt obwohl die Überhöhung nicht gering ist und der umgedrehte Vorbau auch ein wenig “streckt”. Glücklicherweise ist es wohl nur eine Sache der Gewohnheit und schon nach wenigen hundert Metern kam es mir ganz gemütlich vor.

Grundsätzlich bin ich extrem überrascht wie gut das Rad rollt. 2-3 Gänge tiefer sind wirklich ein Fortschritt. Nicht zuletzt werden die RaceKings dafür verantwortlich sein. Auch im Gelände bzw. auf Kies und Waldboden halten die Reifen einfach fantastisch. Ganz besonders überrascht bin ich vom Sattel, wenn man diese bock-harte Carbonschale so nennen kann. Das Ding passt wie angegossen an meinen Hintern. Keine eingeschlafenen Körperteile, keine Druckstellen, wirklich erstaunlich.

Die Uphill Eigenschaften sind durchwegs gut. Der kurze Radstand macht das Bike zwar sehr nervös wenn das Gelände technisch kompliziert wird, jedoch kann man mit einem kräftigen Tritt immer genug Vorschub erzeugen um alles zu beruhigen. Die SID arbeitet sehr sensibel, bedarf aber noch einiger Anpassungen im Druck um sowohl Up wie auch Downhill zu brillieren. Momentan ist das Losbrechmoment fast zu hoch um wirklich einen cremigen Ritt zu garantieren.

Der Downhill war aufgrund des einfachen Geländes kaum erwähnenswert. Die Bremsen brauchen noch ein wenig Zeit bis sie richtig eingeschliffen sind, ziehen aber schon jetzt sehr gut. Durch den besagten kurzen Radstand ist das Bike extrem wendig und lässt einen viel geringeren Kurvenradius zu.

Nacharbeiten

Montagepaste ist das Stichwort, ich muss über alle Klemmstellen noch einmal drüber. Die Sattelstütze ist verdächtig gerutscht und sogar der Lack wurde beschädigt. Ärgerlich aber noch nicht tragisch. Unter Umständen ist es auch die Sattelklemme welche den Druck einfach zu wenig gut verteilt. Weiter werde ich die Kabelführung von silber wieder auf schwarz umbauen und im gleichen Zug noch ein wenig kürzen. Insbesondere für das Oberrohr muss ich eine Lösung finden welche verhindert das die Kunststoffleitungen klappern.

Alles in allem bin ich mit dem Gesamtwerk und den Fahreigenschaften sehr zu frieden. Die anfängliche Skepsis ist schnell verflogen und kommt bei den nächsten Fahrten hoffentlich auch nicht mehr zurück. Ich kann auch nicht wirklich behaupten das ich bei einem nächsten Bike sehr viel anders angehen würde. 3 Wochen ab der ersten Bestellung finde ich einen überaus passablen Zeitraum ;-)

Club-XTR

2. Juli 2008 3 Kommentare

Mein Eintritt in den Club-XTR ist geschafft. Der unerwartete Bonus und mein lädiertes Schaltwerk haben zum nächsten logischen Schritt geführt. Alle Schaltkomponenten sind nun der Klasse Shimano XTR.

Mein Upgradeset besteht aus:

  • Shimano XTR Shadow Schaltwerk (long cage)
  • Shimano XTR Umwerfer Dual Pull (conventional)
  • Shimano XTR Shifters
  • Alligator I-Link Zughüllen
  • Alligator I-Link Aussenhülle Verlängerung

Der Umbau

Der Umbau geht sehr einfach und schnell von der Hand. Wenn man die Zughüllen nicht auch auswechselt kann man einfach die Kabel an Schaltwerk und Umwerfer lösen und alles abmontieren. Im besten Fall sind das vier Schrauben. Beim Shadow SW muss einfach noch darauf geachtet werden das der “Endanschlag” richtig positioniert ist. Eine illustration liegt dem Schaltwerk bei, also keine Sorge. Ich hatte zusätzlich das Vergnügen die Zug-Schraube mit einer Feile zu vearbeiten damit der Imbus reinpasst. Der letzte Sturz auf der Strasse hatte doch seine Spuren hinterlassen.

Das Setup der Schaltung ist gleich jedem anderen Schaltwerk und kann per schönem YoutubeVideo eingeprägt werden. Auch der Bike Tutor kann euch so einiges beibringen und ist ein tolles Nachschlagewerk.

Die Alligator Montage ist grundsätzlich auch sehr einfach, jedoch sollte man sich doch ein bischen Zeit nehmen um die die Hülle richtig abzulängen und schöne Radien zu fahren. Für mein Spark in grösse L reicht ein normales Set nicht, da die Schaltungskabel durchgehend mit Aussenhülle geschützt sind. Der Lieferverzug verhindert daher die vervollständigung meines Umbaus. Dennoch habe ich den Umwerferteil bereits erledigt.

Performance

Was soll ich sagen, ich hätte mehr erwartet. Mehr von Was? Ich weiss es nicht. Die Schaltung ist sicherlich sehr knackig und präzise jedoch kann ich der XT da keinen Vorwurf machen. Meines Erachtens haben die Handkräfte beim Umwerfer abgenommen, beim Schaltwerk jedoch noch ein ganzes Stück zugelegt. Ich kann sicherlich noch an meiner Einstellung feilen, jedoch würde ich das matschige Schalten fast schon wieder vorziehen. Die breiten Schaltpads aus Alu sind äusserst angenehm zu bedienen. Ich könnte mir gut vorstellen die XTR Shifter mit einem robusten XT Werk zu kreuzen ;-)

 Fazit

Funktion, Design und nicht zuletzt Gewicht sind einfach Top. Dennoch würde ich den Schritt vermutlich nicht noch einmal machen wenn ein voll funktionstüchtiges XT Schaltwerk schon eingebaut ist. Das Aussehen ist, insbesondere mit den Alligator Hüllen, absolut Spark-würdig. Ein endgültiges Resumé kann ich erst ziehen wenn ich die Zughüllen komplett ersetzt habe und alles sauber eingestellt habe. Eine herbe enttäschung ist jedoch sicherlich nicht zu erwarten.

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