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31. August 2010 4 Kommentare

Reise nach Kanada, Teil1 und 2:

1. Gepäcktragödien

Es ist mucks Mäuschen still hier in der Abflughalle in Zürich und obwohl es schon fast 9 Uhr sehen die meisten Passagiere aus als ob sie die Nacht nicht geschlafen haben, ich inklusive. Hart war es meinen Eltern und meiner Schwester Lebewohl zu sagen, doch zum ersten mal habe ich es geschafft mich vernünftig zusammen zu reissen und nicht einen mittleren Wald in Taschentücher zu verbrauchen. Vielleicht liegt es daran das ich mich das Fliegen und das damit verbundene Abschiedsprozedere doch schon fast ein wenig gewohnt bin.

Gestern Abend als ich die Koffer im Glaube an 2 mal 23kg gepackt habe, war ich doch überrascht wie wenig man eigentlich mitnehmen kann, sofern man beachtet das ich für 9 Monate verreise. Heute Morgen die Ernüchterung, auf meinem Flugplan stehen nur zwei Gepäckstücke mit zusammen 20kg, aus purem Zufall habe ich noch einmal einen Blick auf den zweiten Zettel geworfen. Das eigentliche Elektronische Ticket trug nämlich die schlecht übersetzte Anschrieft von besagten 46kg, welche ich doch als sehr grosszügig empfunden habe. Anzüge raus, Hemden, Pullover und Shirts raus. Mein Kochbuch und einiges an Fotozubehör blieben ebenfalls liegen. Meine geliebte Thomy Mayo und etwa 1kg Schokolade mussten der Limite genauso weichen wie das zweite Paar schwarze Lederschuhe. Alles binnen 15min umgepackt und frisch gewogen. Danke Mum und Dad für das dicke Packet das ihr mir noch nachschicken müsst, aber die Anzüge müssen mit, ich will nicht um die Gelegenheit geprellt werden diese auch mal anzuziehen und mich wichtig zu machen ;-) Suit-Up Day at McLarence, ich komme!

Am Gate wird es allmählich etwas lebendiger als Inder, Koreaner und Geschäftsreisende mit ihren Handys und Bluetooth Headsets auftauchen. Nicht wenige statten sich an den überteuerten Souvenirständen noch mit Artikeln aus die das Schweizerkreuz tragen. Ich für meinen Teil trage auch zwei an mir, zwar nur auf den Boxershorts aber wenigstens kann ich mir nicht nachsagen lassen das ich nicht wenigstens ein wenig patriotisches Gedankengut transportiere auch wenn so mancher es fast etwas anstössig finden würde das ich das Kreuz näher an meinem Hintern als an meinem Herzen trage ;-)

Am Rande, ich bin ja jetzt wieder Nichtraucher, doch wenn ich dem Airport hier etwas zu gute halten kann dann sind es die Raucher-Lounges. Edles Holz, kein Gestank und hell beleuchtet laden sie zum Lungeschädigen ein. Nicht wie an so manchen asiatischen Flughäfen wo man sich mit 10 Leuten auf wenige Quadratmeter quetscht und eigentlich gar nicht mehr rauchen muss weil die Luft sowieso schon einen Nikotingehalt aufweisst der einigen Marlboro Rot gleichkommen würde. 20 min bis zum Boarding, die Zeit vergeht wie im Flug und ich bin trotz allem nicht weniger nervös, erst wenn ich von Paris aus im Flieger nach Montreal sitze werde ich mich wohl etwas entspannen können.

Nationalstolz:

Ach die Franzosen, wie bin ich bloss auf die grossartige Idee gekommen über Paris zu reisen? OK, ich weiss warum, der Flug war billig, aber das nächste mal werde ich wohl den Aufpreis nur zu gerne zahlen. Der Wechseln von Paris CDG nach ORY ging zwar mehr oder weniger schmerzlos über die Bühne und ich konnte sogar noch den Eifelturm irgendwo von der Autobahn aus sehen, doch der Flughafen für die ganzen günstigen Carrier ist doch mehr eine Qual als etwas anderes.

Check-In Schalter suchen, jedem Franzosen klar machen das man Englisch spricht, halbe Stunde warten bis man zur Passkontrolle kommt, halbe Stunde bis die Kontrolle gemacht ist, halbe Meile latschen bis man am Gate ist. Jetzt warte ich nochmals mindestens eine Stunde bis ich in den Flieger darf. Optimal? Weit davon entfernt. Entspannt? Nicht bei den Franzosen die eine Freundlichkeit an den Tag legen als ob man ihnen etwas stehlen würde wenn man eine Cola kauft.

Wie ich noch vor der Abreise gelesen habe ist die 747 von Corsair France einer der Flieger mit den meisten Plätzen, ich bin mehr als gespannt wie sie die riesen Anzahl in diesen Flieger gequetscht haben. In Sachen Platz bin ich sowieso etwas nervös, ich bin alleine, das heisst man quetscht mich irgendwo dazwischen und so wie es aussieht wird mein Sitznachbar entweder aus Algerien oder Übergewichtig sein. Zumindest in der wartenden Menge stellt man eine gewisse Häufung der genannten Typen fest. Aber wer weiss, vielleicht habe ich doch auch mal Glück, so wie damals von Bangkok nach Düsseldorf wo mein Nachbar ein entspannter älterer Herr war der nicht mal auf die Toilette wollte bei den 8h Flug

Über das essen bin ich ebenfalls gespannt, der Snack von Zürich auf Paris war zwar nett gedacht, doch erinnerte er mich doch einfach sehr nach französischer Küche. An kleinen Spiesschen fanden sich kalte gebratene Pilze, gebratene Cherry Tomaten, Käse in Schinken gerollt und eine Art Apfelkompott. Einmal gepickt und den Gourmet-Bausatz wieder abgedeckt habe ich jetzt immer noch nichts rechtes zu essen bekommen und für Flughafen Sandwiches bin ich einfach viel zu knausrig. Alleine die 3dl Cola haben mich 3.8 Euro gekostet was ich doch einfach etwas frech finde.

Egal, bis auf die Visa-Hürde habe ich alles hinter mir gelassen und bin einfach nur unglaublich gespannt meine Chloe wieder zu sehen. Auch wenn 3 Monate sich nach wenig anhören, es ist doch ein Vierteljahr und eine Beziehung nur über die Webcam zu führen ist anstrengend und teilweise auch extrem lästig wenn man nicht einmal in der Lage ist jemanden zu umarmen wenn es einem nicht so gut geht. Nicht mehr lange, nur noch etwa 9h bis ich sie am Ausgang des Elliot-Trudeau Flughafen in Montreal wieder in die Arme nehmen kann. Der ganze Stress und der ganze Ärger ist nichts im Vergleich zu der Freude sie wieder zu sehen.

Ich bin wahnsinnig gespannt auf Ottawa und natürlich auch darauf ihre Familie kennen zu lernen. Schade das ich ihr meine noch nicht hab zeigen können doch wer weiss, in 9 Monaten klappt das hoffentlich auch noch ;-)

Teil 3: Ankunft und Wiedersehen folgen bald ;-)

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Home Sweet Home

14. Juni 2010 1 Kommentar

Schon wieder ist über eine Woche vergangen seit ich meine Füsse auf heimatlichen Boden gestellt habe. Wie herrlich war der Moment als ich in Zürich aus dem Flieger gestiegen bin und mein Vater mich begrüsst hat. 15 Monate war es her als ich meine Familie das letzte mal persönlich gsehene habe. Der erste Atemzug in Schweizer Freiheit war eine Wohltat, klare kalte Luft, fast als ob ein unsichtbarer Widerstand verschwunden wäre und das atmen leichter geworden wäre. Doch das eigentliche Stichwort ist „kalt“, an 34° gewohnt habe ich die ersten Tage ohne Übertreibung frierend verbracht. Socken, Pullover und Trainerhosen waren wieder Pflicht um bei etwa 10 Grad Lufttemperatur über die Runden zu kommen.  

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Goodbye Similans

29. April 2010 1 Kommentar

„Ach ne, 4.5 Stunden für den Weg in die Similans“ jammerte ich vor mich hin, als ich erfuhr das ich einen Advanced Open Water Kurs auf unserem Liveaboard geben muss. „Die ganze Zeit für 6 Tauchgänge und eine Übernachtung, lohnt sich das überhaupt?“, ja verdammt es lohnt sich, wie konnte ich nur so denken.

Erst einmal sparen Leute teilweise Jahre um so einen Trip zu machen um im Similan Nationalpark zu tauchen, zweitens ist es für mich wohl der letzte Trip dieser Art für eine lange Zeit. Achtung jetzt kommts! Ich werde Anfang Juni zurück in die Schweiz fliegen und ein paar Monate Heimurlaub machen, bevor ich mich in den grossen weissen Norden, auch Kanada genannt, aufmache und mit meiner Freundin Chloe zusammen wohne. Die Entscheidung mache ich nicht ganz aus freien Stücken, Chloe wird 8 Monate an die Lehrer-Uni gehen und ich sehe schwarz wenn ich an eine Fernbeziehung über so einen Zeitraum denke. Grundsätzlich hat das ganze auch einige Vorteile, ich sehe ein anderes Land. Ich werde versuchen einen Französischkurs zu machen um meinem Repetoire noch eine Sprache hinzuzufügen. Und zu letzt, vielleicht finde ich ja einen Job und mache aus Kanada meine nun dritte Heimbasis.

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Ferien in KL

12. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Gerade jetzt, in diesem Moment, lasse ich mir die Sonne auf den Rücken scheinen und geniesse einen Kaffee auf dem Weg zu den drei schönsten Tauchplätzen die Phuket zu bieten hat. Meine Schüler kämpfen mit den Wiederholungsfragen im Tauchlehrmittel und ich lehne mich ein wenig zurück und tippe ein bisschen. Paradiesisch!

Vor ein paar Wochen hatte ich das vergnügen mit meiner Freundin Chloe ein paar herrliche Tage in Kuala Lumpur zu verbringen. Ich war zwar erst die vorige Woche da um meinen eigenen Visarun zu machen, doch wenn sich schon mal die Gelegenheit ergibt mit ihr kleine Ferien zu machen, lasse ich mir das natürlich nicht entgehen. Sie war ebenfalls gezwungen ihren Visarun in KL zu machen und für mich waren es einfach nur Ferien, mal raus aus Patong und zurück in einer modernen, lebendigen und sauberen Stadt.

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