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Artikel Tagged ‘Scott’

Truvativ Demontage

5. März 2008 3 Kommentare

Da ich meine neue Atik Kurbel schon sehnlichst erwarte, habe ich mich bereits in die Demontage meiner Truvativ Firex gestürzt.

Natürlich habe ich mich nicht lange mit den Anleitungen von Truvativ beschäftigt und einfach mal munter darauf los geschraubt. Die dünne 10mm Endkappe war schnell ab und der darunterliegende 8mm Imbus war für mich ein klarer Hinweis das ich richtig liege. Mit vielen Flüchen und enormen Kraftaufwand habe ich es jedoch nicht geschafft die zu Lösen. Ich war mir nicht sicher ob ich es einfach falsch mache oder die Schraube tatsächlich so bombenfest sitzt.

Natürlich war gleich beides zutreffend. So geht es richtig:

  1. Endkappe mit einem 10mm Imbus richtig fest anziehen
  2. Den 8mm Imbus bis zum Anschlag in die Schraube drücken und unbedingt auf festen Sitz prüfen. (Auf keinen Fall einen “abgerundeten Sechskant verwenden”)
  3. Nun könnt ihr die innere Schraube gegen den Uhrzeigersinn “ausdrehen”. Durch die Endkappe wird die Schraube aufgehalten und die Kurbel sozusagen von der Wellenverzahnung gestossen.
  4. Sobald die Kurbel runter ist kann man die Kappe und Schraube zwecks Reinigung entfernen.
  5. Die Antriebsseite mit Achse kann ganz leicht aus dem Lager gezogen werden.

Soviel zur Theorie (passend zu Truvativ Stylo und Firex mit GXP Lager). Mein Vorgehen war identisch mit der Beschreibung jedoch war ich trotz grösster Anstrengung nicht in der Lage die Kurbel von der Welle zu stossen. Ich habe es mit Kriechöl, Hitze und kontrollierter Gewalt probiert, doch nichts hat die Schraube überzeugt.

Erst als ich verkehrt herum auf das Rad stieg, mit einem Fuss auf die Antriebsseite stand und mit Imbus plus 45cm Sattelrohr der Wut vollen Lauf liess konnte ich die Schraube lösen. Mit einem heftigen Knall trennte sich der Stahl vom Alu.

Anscheinend ist es eine Scott Montagepraxis, nichts zu fetten und alles mit maximaler Kraft fest zu ziehen. Auch die Kettenblatt schrauben konnte ich nur mit eingespanntem Imbus und grossem Hebel lösen.

Leider habe ich es bis jetzt nicht geschafft die Pedale von der Kurbel zu lösen. Mit dem selben Einspann-Trick geht es schon mal nicht. Ich habe den Imbus gekillt und den Schraubstock vom Tisch gerissen, jedoch ohne die Pedale damit zu lösen.

Sollte jemand noch eine andere Idee neben “Ausbohren” haben, bitte gebt sie mir weiter! Ich habe zwar noch einen Satz Pedale, doch möchte ich diese nicht auf ewig montiert lassen ;-)

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Boulder rollt wieder

28. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Mit stolz geschwellter Brust stehe ich in der Garage. Vor mir, das vollendete Bike. Zum erste mal schaue ich es im ganzen an und sehe das sich die Arbeit definitiv gelohnt hat.

Ich bin froh einige der Arbeitsschritte an einem alten Rad geübt zu haben, bevor ich mich an meinen teuren Renner wage. Ich konnte einiges an Erfahrung sammeln und habe gelernt das selbst vermeindlich simple Aufgaben wie das Verkabeln und schneiden der Zughüllen, mehr Aufwand erfordert als man vieleicht denken würde.

Für die Einstellarbeiten an Schaltung und Bremse (V-Brake) würde ich auf jeden Fall genug Zeit einrechnen. Entweder die Schaltung schnurrt nach 15min, oder man hat 2 Stunden bis alles wirklich reibungslos läuft. Naürlich bin ich nicht geübt in solchen Tätigkeiten, denoch hat es diesmal in 30 Minuten geklappt die Ersatzteile meines Giants auf das Scott einzustellen.

Für eine laute Überraschung sorgte die Reifenmontage. Mit den Kopfhörern im Ohr habe ich kräftig auf die Pumpe gedrückt und fast bei 3 bar angelangt, knallte es gewaltig. Vor Schreck bin ich auf den Hintern gefallen und war mir einen Moment gar nicht sicher woher der Knall kam. Ich habe vermutlich den Reifen nicht sauber ins Felgenbett gelegt was unweigerlich zur Explosion des Schlauches geführt hat. Eine Lehre für das nächste mal Bereifen.

Nebenbei:

Was ist besser? Mayo oder Ketchup? Tag oder Nacht? Kubrick oder Tarantino? Findets raus und stellt eigene Fragen auf:

http://www.wasistbesser.ch

Tips rund um die Bike Mechanik und Pflege:

http://www.kh-krieger.de/MTB_workshop.htm

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Schnöder Mammon

15. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Seit der letzen Tour sind nun zwei Wochen vergangen und ich bin gerade 2 kleine Runden gefahren. Entweder hat das Wetter nicht gepasst oder ich bin erst um sieben nach Hause gekommen. Die anderen Ausreden erspare ich euch.

Damit ich mir im Herbst noch ein paar edle Parts kaufen kann, verhöckere ich nun mein Ersatz-Material. Aus den ganzen Kisten mit Bike-Teilen haben sich genau drei Stücke als geeignet erwiesen. Der orginal Vorbau und Lenker von meinem Scott und die dazugehörigen Laufräder von Mavic.

Als Plattform habe ich mir den Velomarkt.ch ausgesucht. Wenn man sich erstmal einen User erstellt hat, ist das erfassen eines Inserats sehr einfach und schnell erledigt. Wie üblich bei Auktions- und Verkaufsplattformen ist es sehr ratsam ein Bild des Produkts zu hinterlegen. Bei Velomarkt hat es tatsächlich nur einen psychologischen Effekt, denn die Bilder dürfen nicht grösser als 100kb sein und werden auf ein echtes mini Format herunter gerechnet.

Meine Inserate:

Scott Pro Vorbau 30.00
Scott MC Pro Lenker 35.00
Mavic Crossride LRS 140.00

Sollte jemand Interesse an einem Teil haben kann er mich natürlich auch direkt kontaktieren. Sollte jemand Parts aus meiner Wunschliste rumliegen haben, würde ich mich ebenfalls über ein Angebot freuen.

Meine Wunschliste:

Avid Juicy Ultimate 2007
XTR Parts Schaltung
Kurbel Truvativ Stylo 3.3 Team oder Storck Powerarms, zur not tuts auch die neue XTR
Nokon Kabelsets / Hüllen

\\Edit: Die Laufräder sind bereits weg. Ich habe vermutlich den Preis eifnach viel zu tief angesetzt. Jedoch bin ich froh wenn die guten Stücke nicht mehr bei mir rumliegen.

Rock Shox Reba SL

27. Juni 2007 Kommentare ausgeschaltet

Mein neues Gefährt macht immer noch einen Höllen Spass und da bietet sich die Gelegenheit um die einzelnen Komponenten ein wenig genauer zu beleuchten, nachdem ich einige Erfahrung sammeln konnte. Heute möchte ich das Augenmerk auf die Federgabel legen.

Die Rock Shox Reba SL gehört zu der Klasse der Cross Country, Marathon und Race Gabeln. Die SL ist dabei eher die “günstige” Fassung, jedoch ist der Funktionsumfang völlig ausreichen und der einzige wirkliche Unterschied liegt in den verwendeten Materialien.

Mit ca. 1610gramm gehört sie zu den Leichtgewichten in der Gabel-Ordnung. Leichter geht es nur noch mit neuen DT/Pace oder den Rock Shox Sid’s, wobei sich der Gewichtsunterschied im Rahmen von ca. 200g bewegt. Die gebotenen 100mm Federweg sind allemal genug und sprechen sensibel an. Nicht zu letzt durch das Dual Air System.

[Dual Air]

Über die positive Kammer lässt sich einstellen, wie viel Kraft nötig ist um die Gabel zu komprimieren (Ventil oben). Dabei wird Druck auf die negativ Kammer im unteren Teil ausgeübt. Grundsätzlich drücken die beiden Kammern “gegeneinander”, was ein wenig paradox tönt. Dieses Feature ermöglicht es jedoch, eine extrem feine Einstellungen der Gabel vorzunehmen. So kann man z.B. der positiven Kammer einen höheren Druck verpassen um Wippen zu unterdrücken. Ich persönlich mag das Setup ziemlich hart, etwa 130psi positiv und 110psi negativ. Bei meinem Gewicht von 70kg, verhindert dass grobes Wippen und federt immer noch genug um meine Arme zu schonen.

[Lockout und Floodgate]

Ich glaube nicht das ich euch erklären muss was ein Lockout ist. Ich möchte höchstens darauf hinweisen das bei dieser Gabel, der Lockout auch wirklich ein Lockout ist. Federweg gleich Null. Jedoch kennt man sicherlich das Problem, dass man bei geschlossener Gabel in ein Schlagloch, auf Steine oder eine andere Unebenheit fährt. Im schlimmsten Fall führt das zu einem Kontrollverlust und entsprechenden Sturz. Im Normalfall ist es einfach nur unangenehm. Die Reba bietet da eine Funktion namens “Floodgate”. Mit einem 2.5mm Imbus lässt sich einstellen bei welcher Kraft der Lockout aufgehoben werden soll. Das heisst, wenn ich mit Lockout auf eine Wurzel Fahre, öffnet sich die Gabel und federt ein. Sobald sie wieder ausfedert ist der Lockout wieder drin.

Das Floodgate vesteckt sich unter der goldenen Abdeckung, rundherum in blau, der Lockout Drehknopf aus Alu:

[Fazit]

Ich mag die Gabel ;-) . Sie ist super steif und lässt sich ausgesprochen feinfühlig einstellen. Das Setup gestaltet sich nicht besonders aufwendig. Lediglich eine entsprechende Pumpe muss vorhanden sein. Besonders hervorheben möchte ich die verwendeten Materialien, welche mir einen soliden Eindruck machen. Kein Knopf wackelt oder fällt nur schon bei hinsehen ab ;-) . Das einzig lästige, ist das ständige nachschmieren der Tauchrohre. Läst man das Bike über Nacht ungeschmiert in der Garage stehen, muss man erst mal mit genug Kraft die Gabel einfedern, da sie irgendwie festsitzt. Ich kann mir vorstellen das diese Macke Luft-System bedingt ist.

Auf meiner Skala von 1 wie “Kinderspielzeug mit Giftklasse” bis 20 “Raumfahrtmaterial für Warp10″, gebe ich der Reba SL eine glatte 16

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