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Artikel Tagged ‘Shark Point’

Fang das Leben ein!

16. April 2010 1 Kommentar

Ich fotografiere ja schon seit Jahren als Hobby und habe mir die einen oder anderen Fertigkeiten angeeignet, Bildkomposition, Lichteinbezug und Handhabung moderner Technologie um einige Beispiele zu nennen. Ich musste jedoch mit Schrecken feststellen, dass ich dieses Können neu erlernen muss wenn die Kamera mit dem Element Wasser in Kontakt kommt.

 Kürzlich hatte ich die erste Gelegenheit mein neues Spielzeug einzuweihen und möchte einige meiner Erfahrung und Bilder teilen, in der Hoffnung das ihr vielleicht auch etwas von meinen Fehlern profitieren könnt.

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Steigerung unmöglich?

23. Oktober 2009 1 Kommentar

Es gibt Tage an welchen man sich einfach sicher ist, dass die Woche nicht besser werden kann. Doch wie ich gerade erlebt habe kann man sich mächtig täuschen.

Die Woche hat gemächlich, aber vielleicht ein wenig mühsam begonnen. Ich durfte Nico mit zwei Open Water Schülern aushelfen welche ihre Mühe hatten sich an die Gegebenheiten unter Wasser zu gewöhnen. Der eine ältere Herr konnte es zum Beispiel nicht lassen ständig durch die Nase zu atmen, was ihm immer wieder die Brille mit Wasser gefüllt hat. Glücklicherweise war er in der Lage diese fachgerecht zu entleeren, jedoch hat er nicht verstanden das man dabei nicht mit den Flossen schlagen muss. Ich war einfach permanent damit beschäftigt ihn und seine Angetraute am Tank zu halten und nach unten oder oben zu ziehen. Jedes mal wenn er durch das Maske entleeren nach oben schoss wollte ihn seine Ehefrau auch noch begleiten und schwamm mit ihm hoch. Hilfreiche Tipps in Form von Gesten meinerseits, wurden einfach ignoriert und mit ignoriert meine ich das er mich nicht mal angeschaut hat wenn ich ihm vor dem Gesicht herumgefuchtelt habe. Für mich eine gute Erfahrung und ich habe gelernt das es manchmal nötig ist mit Gewalt die Leute in Position zu bringen wenn sie nicht spuren.

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Wie Fische am Haken

23. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Wir sind nun definitiv am Haken, nach dem Open Water Diver haben wir richtig Feuer gefangen und uns gleich zum Advanced Open Water Diver verabredet. Der Kurs beinhaltet 5 Tauchgänge an zwei Tagen und dient zur Vertiefung des bereits gelernten und eröffnet zugleich die Möglichkeit so genannte Adventure Tauchgänge zu absolvieren.

Tag1

Dieses Mal hatten wir das Glück eines Pick-Up Service so dass wir nicht gezwungen waren selbst an den Hafen zu fahren. Immer noch schläfrig stiegen wir in den Minibus ein welcher uns termingerecht um 7:30 vor dem Hotel abholte. Tagesziele waren das King Cruiser Wrack, der Shark Point sowie Koh doc mai.
Nach etwa einer Stunde ruhiger Überfahrt im Eden-Divers Boot, kamen wir am Schiffswrack an und legten zügig unsere Ausrüstung an. Die Abläufe welche wir schon im ersten Kurs gelernt hatten waren noch frisch und so waren wir schnell bereit ins “warme” Wasser zu steigen. Dieses Mal hatte ich das Glück einen 15L Tank zu bekommen, da ich nach wie vor viel zu viel Luft verbrauche. Es wäre zu schade wenn wir wieder frühzeitig an die Oberfläche müssten nur weil ich atme wie eine Dampflok. Der 50% grössere Tank ist um einiges voluminöser und hat dementsprechend auch ein stolzes Gewicht, welches mir im Verlaufe der nächsten Tage netten Muskelkater bescherte.
Wie schon beim letzten Mal war ich beim ersten Tauchgang sehr nervös und hatte sogar das Gefühl, dass der Regulator nicht richtig funktioniert. Er hat seinen Dienst natürlich einwandfrei verrichtet und ich war einfach zu unruhig um vernünftig zu atmen. Unter Wasser ist die Nervosität ziemlich bald verflogen als wir durch das dunkle und etwas trübe Wasser die obere Hälfte des Wracks erkennen konnten. Der King Cruiser ist ein in Japan gebautes Boot welches 1997 gesunken ist nachdem es auf ein Riff gelaufen war. Die Gründe sind bis Heute unklar und die Theorien gehen vom betrunkenen bzw. schlafenden Captain bis zum Versicherungsbetrug. Letzteres wurde dem Verantwortlichen schlussendlich zur Last gelegt da die Versicherung in zwei Tagen nach dem Unfall ausgelaufen wäre.
Das Schiff ist im laufe der Jahre zu einem neuen Lebensraum für allerlei Meeresbewohner geworden und ich war fasziniert von der Vielfalt. Riesige Fischschwärme kreuzten unseren Weg und sogar einige gefährliche Tiere konnten wir aus der nähe betrachten. Die Strömung um das Wrack zwingt einem öfters dazu sich mit zwei Fingern an einem Blech oder Stein fest zu halten. Wie gelernt wedelte ich zuerst mit der Hand über der Stelle an welcher ich mich festhalten wollte, um allfällige Tiere oder scharfkantiges Blech frühzeitig zu entdecken. Als sich nach dem Wedeln nichts bewegt hat griff ich beherzt zum Blech und ruhte mich einen Moment aus. Bei dieser Gelegenheit habe ich meine Umgebung beobachtet und bin dabei auf einen netten kleinen Fisch gestossen, welcher sich nur etwa 10cm von meiner Hand entfernt auf dem Metall getarnt hatte und keinen Wank machte. Nichts ahnend rief ich meinen Tauchlehrer zu mir, damit er mir später sagen kann was es für ein Fisch war den ich hier vor mir hatte. Als er den Fisch sah, signalisierte er mir mit Handzeichen Stacheln und das unverkennbare Zeichen für Tod. Langsam zog ich meine Hand weg und dankte den Geistern, dass ich nicht versehentlich in den Fisch gegriffen hatte. Später erklärte mir der Tauchlehrer das dieser Skorpionfisch Stacheln auf dem Rücken hat die im schlimmsten Fall zum Tode führen könnten sollte man z.B. mit dem Torso auf die Stacheln geraten.
Auch bei diesem Dive habe ich wieder viel zu viel Luft gebraucht und ärgerte mich masslos. Mein Instruktor, welcher mich mittlerweile als Darth Vader bezeichnete, probierte mir mit Tips zu helfen, langsam durch die Zähne atmen, immer ruhig bleiben und auf die Atmung konzentrieren. Mehr konnte er mir nicht sagen und vermutete das ich einfach zu schnell einatme sobald ich nicht mehr aktiv auf die Atmung achte.
Der zweite Tauchgang beim Shark Point war wenig spektakulär, dafür umso entspannter. Unspektakulär darf man aber nicht falsch verstehen, es gibt immer extrem viel zu sehen und ich war einfach ein wenig enttäuscht dass wir keine Haie zu Gesicht bekommen haben. Immerhin haben wir den ominösen Frogfish zu sehen bekommen welcher erstaunlich klein ist, entgegen dem Bild welches ich im Kopf hatte. Genau das Gegenteil kam beim Seepferdchen zu tragen welches mich überraschend gross dünkte.
Schon ziemlich müde von den vorhergegangenen Dives kommen wir am Koh doc mai Fels an. Dieser Abstieg erfolgte vertikal an einer Fels bzw. Korallen besetzten Wand mit einer Menge Kleintiere. Wir haben wieder den Frogfish und einige Nacktschnecken gesehen, alle Tiere in fantastisch leuchtenden Farben. Auf diesem Tauchgang fühlte ich mich wiederum gar nicht wohl. Meine Nase war irgendwie zu und ich schaffte es nur grosser Mühe den Druckausgleich über die Ohren zu machen. Ich atmete wiederum sehr unruhig und verbrauchte meine Luft zügig so das wir auf den Besuch in einer grossen Höhle verzichten mussten. Halb verärgert stiegen wir wieder auf und fuhren mit dem Boot wieder in den Hafen.

Tag 2
Am nächsten Tag war ich wirklich wieder todmüde, doch trotzdem topmotiviert. Ein besonderer Tag wartete auf uns, der erste 30m Tauchgang sowie das Navigationstraining. Sollte alles klappen dürfen wir uns offiziell Advanced Diver nennen.
Die Überfahrt zu den Racha Yai Inseln welche wir schon vom Open Water Kurs kannten war geprägt von heftigem Wellengang welcher das Boot übel hin und her schaukelte. Zu unserem „Glück“ war das Boot mit hübschen Fräulein aus Thailand und Japan besetzt was uns doch ein bisschen ablenken konnte. Um mich etwas zu beruhigen habe ich mich im Schneidersitz hingesetzt, die Augen geschlossen und ans Biken gedacht, was ich mittlerweile extrem vermisse. Ziemlich entspannt kamen wir an und waren die erste Gruppe die im offenen Wasser abtauchen durfte.
Unser Instruktor warnte uns davor nicht in Panik zu geraten wenn wir die 20m passieren da man weder die Oberfläche noch den Grund richtig sehen kann. Wir haben uns nahe zu einander positioniert und fingen an die Luft aus unserem Tarierjacket abzulassen. Tiefer und tiefer sanken wir ins dunkle und einzige Referenz war wir selbst und die Schwebeteilchen im Wasser. Man verliert das Gefühl für die Geschwindigkeit in welcher man sinkt und schaut öfters mal auf den Tiefenmesser und die Zeichen des Instruktors. Bei etwa 24m konnte man bereits den Grund erkennen und ich fing mich an etwas zu entspannen. Das atmen auf 30m fällt aufgrund des Drucks etwas schwieriger und alleine die Tatsache das man nun so Tief im Wasser ist lässt den Puls immer wieder in die Höhe schnellen.
Auf dem Grund kniend verdeutlichte uns der Tauchlehrer was der Druck von 4 Bar hier unten ausmacht und schlug ein rohes Ei auf welches komplett ganz blieb und einfach so im Wasser trieb. Auch die geschlossene Petflasche welche er mit nach unten nahm war bis auf das letzte zusammen gepresst. Abgelenkt durch die Übungen war ich schon wesentlich entspannter als zuvor, doch ein neues Gefühl machte sich in meinem Körper breit. Ich war regelrecht locker und fast etwas Euphorisch. Erst dachte ich mir nichts dabei doch als ich sah das Modi plötzlich mit dem Zeigstock den Fischen nachgeht und es sau komisch findet war mir klar das wir wohl etwas unter dem Einfluss einer Stickstoffnarkose litten. Ich schaute auf mein Finimeter um den Luftstand zu prüfen doch irgendwie habe ich das während dem hervorholen der Anzeige vergessen und habe sie wieder fallen lassen. Mein Tauchlehrer signalisierte mir dann auch den Luftcheck und ich schnappte mir das Finimeter und hielt es ihm hin. Soviel zu meiner Version an welche ich mich erinnern konnte. Mein Tauchlehrer konnte sich an der Oberfläche vor lachen kaum halten und meinte „verdammt euch hat es ja brutal erwischt“. Ich verstand nicht ganz was er meinte doch als ich hörte was auf 30m passiert war konnte ich es kaum glauben. Er habe mir schon viel früher den Luft-Check signalisiert und ich hätte etwa 4 Anläufe genommen ihm den Wert zu sagen und immer wieder die Anzeige neben mich geworfen. Ich kann mich nur noch an einen Versuch erinnern ;-) . Auch Modi hat es schräg erwischt und beim langsamen auftauchen über den sandigen Grund hat er auf einem einen weissen Feuerfisch gesehen, obwohl dieser ganz klar rot und weiss war.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause sprangen wir erneut in das etwas seichtere Wasser um einige Übungen betreffend Kompassnavigation zu machen. Dazu gehörten Längenbestimmung durch zählen der Flossenschläge, das abschwimmen eines geraden Kurs und schwimmen eines 30mx30m Viereck. Bei letzterem ging jeder einzeln mit dem Tauchlehrer mit und der andere konnte sich am Grund etwas ausruhen. Bei dieser Gelegenheit habe ich möglicherweise den Durchbruch geschafft um meine Atmung in den Griff zu kriegen. Mein Problem ist nämlich nicht direkt das einatmen sondern das viel zu schnelle ausatmen. So komme ich in eine Unregelmässigkeit die mich einfach viel zu viel Luft verbrauchen lässt. Auf diesem Tauchgang habe ich nur unwesentlich mehr Luft gebraucht als Modi und ich glaube mit noch etwas mehr Übung bin ich auf einem guten weg das Problem ein für alle mal zu beseitigen.

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